
Stefanie Reinsperger ist wütend – und das ist gut so. Die Schauspielerin, bekannt als Dortmunder Tatort-Kommissarin Rosa Herzog und als Buhlschaft in Salzburg, hat ein feministisches Sachbuch geschrieben, das unter die Haut geht. Ihr Memoir ist ein Aufschrei gegen Body Shaming, Fatphobie und Sexismus im Theaterbereich – schonungslos, verletzlich und voller Kraft.
Reinsperger erzählt von Drohbriefen wegen ihres Körpers, von demütigenden Drehbuchanweisungen und übergriffigen Kommentaren fremder Männer. Sie beschreibt, wie sie lernte, ihre weibliche Wut nicht mehr herunterzuschlucken, sondern nach außen zu tragen. Dabei wechselt sie zwischen persönlichen Anekdoten und gesellschaftskritischen Reflexionen, zwischen leisem Schmerz und lautstarkem Widerstand.
Dieses Buch ist keine höfliche Bitte um Akzeptanz. Es ist ein Manifest der Selbstakzeptanz und ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, feministische Wut endlich zu rehabilitieren. Body Positivity Literatur, die wirklich etwas riskiert.
Unverzichtbare feministische Lektüre – ganz besonders für Frauen, die ihre eigene Wut endlich als Stärke begreifen wollen.