51.346 Reise-Artikel
 Versandkostenfrei ab € 19,-
 14 Tage Rückgaberecht
 Höchste Qualität seit 1770
Juli 29, 2021

Drei Wandertouren zu Seen in der Hochschwab-Region

Martin Moser von gehlebt.at hat gerade sein neuestes Buch herausgebracht: Den Rother Wanderführer für die Hochschwab Region! Hier stellt er für euch seine drei Lieblingswandertouren um Seen zwischen dem Salzatal und Murtal vor: Um den Leopoldsteinersee, Joser See und den Grünen See mit seinem weltbekannten Bankerl!

Der "heimliche" Nationalpark der Steiermark

Die Seen der Hochschwab-Region zählen zwar nicht zu den größten Seen Österreichs, aber gewiss zu den schönsten. Am bekanntesten ist sicher der Grüne See bei Tragöß-Oberort. Im Jahr 2014 wurde dieses Naturschauspiel als „schönster Ort Österreichs“ gewählt. Doch auch die anderen beiden Seen, die wir euch hier vorstellen, sind besonders wunderbare Plätze.

Der Hochschwab gilt als “heimlicher” Nationalpark der Steiermark und als abwechslungsreiches Wandergebiet. Weitläufige Almgebiete, schroffe Felsen und erfrischende Seen kennzeichnen die Region um das mächtige Bergmassiv.

Tour 1: Rund um den Leopoldsteinersee

Ein Genussweg für alle Altersklassen

Der Leopoldsteinersee zählt dank seiner Lage, eingebettet zwischen den markanten Felswänden von Seemauer und Pfaffenstein, zu den beliebtesten Fotomotiven der Steiermark. Zusätzlich gilt er als der größte See im gesamten Hochschwab-Gebiet. An heißen Sommertagen laden die Kiesstrände am Ostufer zum Sonnenbad und auch zum Sprung in das kühle Nass ein, eine Fahrt mit dem Boot über den See erfreut Groß und Klein. Die Runde um den Leopoldsteinersee gleicht mehr einem Spaziergang, den wir jedoch in die Seeau verlängern können.

Karte Leopoldsteinersee Wanderung

Dauer: 1.15 h
Ausgangspunkt: Parkplatz Leopoldsteinersee, 652 m. Bushaltestelle Münichtal Kaiserschildstraße ca. 25 Minuten Fußweg zum Ausgangspunkt.
Anforderungen: Am Südufer gemütliche Spazierwege, an Nordufer teils schmälere Waldwege.
Einkehr: Restaurant Seestüberl Leopoldsteinersee, Jausenstation am Ostufer.
Varianten: Fortsetzung des Spaziergangs in die Seeau, 659 m: vom Ostufer in die Seeau und wieder retour; 1.30 Std. und 30 m im An- und Abstieg.
Tipp: Mit dem Leihboot über den See tuckern. Verleih am Südufer ca. 5 Min. Fußweg vom Seestüberl entfernt.
Karte: freytag & berndt WK 041 Hochschwab - Veitschalpe - Eisenerz - Bruck an der Mur, Wanderkarte 1:50.000 oder freytag & berndt WK 5041 Hochschwab - Aflenz - Wildalpen - Salzatal, Wanderkarte 1:35 000

 

Höhenprofil Sinnesjoch

Höhenprofil Leopoldsteinersee © Rother Bergverlag

Vom Parkplatz Leopoldsteinersee (1) gehen wir rechts haltend hinab zum Parkplatz am Seestüberl und starten die Umrundung entgegen dem Uhrzeigersinn. Die breite Straße leitet Spaziergeher und Radfahrer vorbei an der Leihbootstation am Seeufer entlang. Gehen wir vom Ostende des Sees auf der Straße weiter, erreichen wir nach 45 Min. die landschaftlich schöne Seeau und das gleichnamige Jagdhaus (siehe Variante).

Um den See zu umrunden, wenden wir uns am Ostufer nach links, spazieren an der Jausenstation (2) vorbei und folgen den Wegweisern zu einer Laufstrecke bzw. zum Seerundgang, die uns auf einen schmalen Steg über den Seeaubach leiten.

Der Weg am Fuße der imposanten Seemauer ist gut zu begehen und führt uns zu einigen Fotospots, wie beispielsweise einer aus dem Wasser ragenden Felsnase (3), die gerne für ein Foto bestiegen wird. Vom Westufer blicken wir nochmals auf den zwischen schroffen Bergen eingebetteten See. Wir überqueren den Abfluss des Seebaches und landen am Seestüberl, kurz danach erreichen wir wieder den Ausgangspunkt am Parkplatz (1).

Leopoldsteinersee: Blick auf die Jausenstation am Ostufer

Leopoldsteinersee: Die imposante Seemauer am Leopoldsteinersee

Leopoldsteinersee: Wunderbare Rastplätze am Nordufer des Sees

Tour 2: Vom Bodenbauer zum Josersee

Ein Kleiner ganz groß

Wer am Nordufer des Josersees auf die dunkle Wasseroberfläche blickt und sieht, wie sich die schroffen Felswände der Meßnerin darin spiegeln, fragt sich gewiss: Ab welcher Größe wird eine Wasserfläche eigentlich zum See? Limnologen würden sagen, jede mit Wasser gefüllte Senke ist ein See, Nicht-Limnologen sei ein subjektives Empfinden gegönnt. Gut, dass dem Josersee solche Diskussionen herzlich egal sind. Er fügt sich wildromantisch zwischen Buchbergkogel und Meßnerin in die landschaftliche Senke ein und flüstert den neugierigen Genusswanderern leise zu: »Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr.«

Karte Josersee Wanderung

Dauer: 2.45 h
Ausgangspunkt: Parkplatz Gasthaus Bodenbauer, 884 m. Keine öffentliche Anreise möglich.
Anforderungen: Unschwierig zu gehende Forststraßen und Waldwege. Markierung meist nicht umfangreich, aber ausreichend.
Einkehr: Gasthaus Bodenbauer.
Varianten: Statt über den Waldsteig zurück zum Ausgangspunkt beim Gasthaus Bodenbauer abzukürzen, kann auch die nicht so steile Forststraße ausgegangen werden.
Tipp: An das Nordufer des kleinen Josersees setzen und die sich im Wasser spiegelnde Meßnerin bewundern.
Karte: freytag & berndt WK 041 Hochschwab - Veitschalpe - Eisenerz - Bruck an der Mur, Wanderkarte 1:50.000 oder freytag & berndt WK 5041 Hochschwab - Aflenz - Wildalpen - Salzatal, Wanderkarte 1:35 000

 

Höhenprofil Sinnesjoch

Höhenprofil Josersee © Rother Bergverlag

Vom Parkplatz am Gasthaus Bodenbauer (1) weist noch vor dem Gebäude die Beschilderung (Hainzleralm, Joser-Alm/See) auf eine Schotterstraße ins Josertal. Wir passieren einen Parkplatz und einen Umkehrplatz und wandern zum verlassenen Elisenheim, im Hintergrund präsentiert sich der markante Zinken. Die Forststraße neben dem Joserbach verläuft nach zwei Kehren direkt zur urigen Hainzleralm (2). Wir gehen noch ein kleines Stück weiter und biegen scharf rechts zur benachbarten Joseralm (3) mit Getränkebrunnen ab.

Von der Joseralm führt die Fahrstraße weiter bergwärts, quer über den Joserbach, zu einer Forststraße. Zur Linken landen wir nach wenigen Gehminuten am idyllischen Josersee (4). Vom Nordufer aus gesehen spiegelt sich, je nach Tageszeit, die Meßnerin auf der Wasseroberfläche des kleinen Sees. Hinter uns schraubt sich die Schafmauer in die Höhe, die vom Sackwiesenkogel bis hin zum Buchbergkogel reicht.

Wir verlassen das Kleinod wieder auf der schon bekannten Forststraße, ignorieren nun die Verbindung zur Joseralm und wandern auf der Forststraße weiter. Deren Ausblicke zum Bodenbauer und ins Trawiestal sowie auf die umliegende Bergwelt zwischen Buchbergkogel, Zinken und Festlbeilstein begeistern. Den querenden Wandersteig (5) zwischen Bodenbauer und Häuslalm nutzen wir, um direkt zum Bodenbauer (1) abzusteigen. Alternativ können wir auch entlang der Forststraße zum Ausgangspunkt weiterwandern.

Josersee: Blick vom Josersee zur Meßnerin

Josersee: Blick zum Zinken

Josersee: Der idyllische Josersee

Tour 3: Rund um den Grünen See

Spektakuläres Ausflugsziel in Tragöß-Oberort

Der Grüne See gilt als eines der beliebtesten Ausflugsziele der Steiermark. Einen noch stärkeren Besucherschub erhielt der Grüne See, nachdem er 2014 zu Österreichs schönstem Platz gekürt wurde. Daher wird es kaum eine Jahreszeit geben, in der keine Besucher rund um das Kleinod anzutreffen sind. Vor allem beliebt ist die Besichtigung des Sees während der Schneeschmelze, wenn das wohl bekannteste Rastbankerl Österreichs unter Wasser verschwindet. Nicht minder sehenswert sind die benachbarten Gewässer Kreuzteich und Pfarrerteich. Erfrischende Spaziergänge stehen hier somit auf der Tagesordnung.

Karte Sinnesjoch Wanderung

Dauer: 2.00 h
Ausgangspunkt: Bushaltestelle Tragöß-Oberort, 776 m. Parkplätze am Weg zum Grünen See vorhanden.
Anforderungen: Einfach zu gehende Forst- und Schotterwege.
Einkehr: Gasthof zur Post in Tragöß, Gasthof Seehof am See.
Varianten: Rückweg abkürzen über die Seestraße: nach dem Kreuzteich links auf Waldweg und über die Seestraße ins Ortszentrum.
Tipp: Das berühmte Sitzbankerl – im Frühling meist unter Wasser – befindet sich am Nordufer des Grünen Sees. Das Meßnerinloch sieht man besonders gut, wenn das vorgesehene »Fernrohr« aus Holz neben der Seestraße benutzt wird.
Hinweis: Zur Schneeschmelze im Frühling werden nicht alle Wege um den Grünen See benützbar sein, die im Sommer ohne Probleme zu gehen sind. Im Zweifel den äußersten Weg um den See gehen.
Karte: freytag & berndt WK 041 Hochschwab - Veitschalpe - Eisenerz - Bruck an der Mur, Wanderkarte 1:50.000 oder freytag & berndt WK 5041 Hochschwab - Aflenz - Wildalpen - Salzatal, Wanderkarte 1:35 000

 

Höhenprofil Sinnesjoch

Höhenprofil Grüner See © Rother Bergverlag

Ab der Bushaltestelle Tragöß-Oberort (1) spazieren wir zum Gasthof zur Post und folgen links dem Straßenverlauf zum Blickpunkt Meßnerinloch. Nach wenigen Minuten erreichen wir das Informationszentrum (2). Kurz begehen wir noch die Fahrstraße, ehe wir direkt am Pfarrerteich, mit Blick auf die imposante Felswand der Pribitz, rechts abbiegen.

Am Ufer entlang führt uns dieser beschilderte Weg zum Gasthof Seehof, kurz danach landen wir am Grünen See (3). Es lohnt sich die Umrundung des Sees entgegen dem Uhrzeigersinn, die ufernahen Wege sind zur Schneeschmelze nicht begehbar. Höher liegende Trampelpfade gibt es aber in ausreichender Menge.

Nach getaner Seerunde passieren wir den Seehof sowie den Parkplatz, biegen jedoch kurz danach rechts auf eine Schotterstraße ab. Diese führt uns zum ebenso sehenswerten Kreuzteich (4). Wir folgen dem Schotterweg weiter am Lamingbach entlang, ehe von rechts ein Wanderweg vom Hiaslegg einmündet. Hier biegen wir, mittlerweile wieder auf Asphaltbelag, links über die Holzbrücke (5) ab und spazieren am Güterweg retour nach Tragöß-Oberort (1).

Grüner See: Das bekannte Sitzbankerl ist oft nur mit nassen Füssen zugänglich

Grüner See: Kreuzteich und Pribitz

Grüner See: Prächtiger Blick über den Grünen See

Mehr Infos auf gehlebt.at.