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118 – Wolfgangsee-Runde

Ausgangsort: St. Gilgen (545 m)
Zielort: St. Gilgen (545 m)
Streckenlänge: 27,5 km
Streckencharakter: meist asphaltierte Wege, teilweise unbefestigt
Fahrtzeit: ca. 2,5-3 h

Eingebettet in die prächtige Naturlandschaft des Salz- kammergutes liegt der elf Kilometer lange Wolfgangsee, in dessen Wasser sich die umgebende Bergwelt spiegelt. Er ist im Sommer einer der wärmsten Badeseen des Salzkammergutes. Hier kommen Wassersportler, Wanderer, stille Genießer und selbstverständlich Radfahrer gleichermaßen auf ihre Kosten. Schließlich ist der Wolfgangsee einer der wenigen Seen des Salzkammergutes, die von einem Radweg umrundet werden. Man kann aber auch an Bord des altehrwürdigen Raddampfers „Kaiser Franz Joseph“ gehen, so auf gemütliche Art den See überqueren und diesen von einer ganz anderen Seite erleben. Sollte die „Kaiser Franz Joseph“ voll belegt sein, stehen unter anderem „Kaiserin Elisabeth“, „Wolfgang Amadeus“ oder die „Österreich“, das größte Schiff der Flotte, für eine Schifffahrt zur Verfügung.

Wir aber wollen auf festem Boden bleiben und die Schönheit des Wolfgangsees vom Rad aus in uns aufnehmen. Der Ausgangspunkt unserer Tour liegt mit St. Gilgen an der nordwestlichen Spitze des Sees. Wir folgen dem Radweg, der zwischen Seeufer und Bundesstraße über Gschwand zur Schiffstation Forsthub führt, wo die Möglichkeit zur Überfuhr nach St. Wolfgang besteht. Für uns geht es jedoch weiter am Ufer entlang bis nach Strobl. Dort folgen wir ein Stück der Strandpromenade, halten uns anschließend Richtung Schwarzenbach und radeln von dort linkerhand nach St. Wolfgang.

Der über 1.000 Jahre alte Ort am Fuße des Schafberges ist zweifelsohne ein Tourismusmagnet. Gründe für einen Besuch gibt es viele: Zuallererst locken natürlich der See und der Schafberg, den die einen sportlich zu Fuß erklimmen, während die weniger Ambitionierten bequem mit der dampfbetriebenen Zahnradbahn „hinaufschnaufen“. Der Regens- burger Bischof Wolfgang, der dem Ort seinen Namen gab, wird hier schon lange verehrt. Seine Verbindung mit dem Salzkammergut geht auf die Jahre 976/77 zurück, in denen sich Wolfgang im benachbarten Kloster Mondsee aufhielt. Diese Zeit schmückte der Volksglaube bald mit allerlei Legenden aus: Wolfgangs Einsiedelei am Falkenstein, der Beilwurf zur Auffindung eines von Gott bestimmten Bauplatzes für eine Kirche und schließlich der Bau selbst mit allerlei Teufelsszenen. Bereits 1052, kaum fünfzig Jahre nach seinem Tod, wurde Wolfgang von Papst Leo IX. heilig gesprochen. Die Verehrung des heiligen Wolfgang gipfelte im Flügelaltar der Pfarrkirche, der als Meisterwerk spätgotischer Sakralkunst gilt. Den Auftrag, „... eine Tafel gen sand Wolfgang ze machen“, erhielt der Südtiroler Bildhauer und Maler Michael Pacher, der den Altar 1481 fertig stellte. Um 1500 avancierte der Ort schließlich zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Europas. Nicht minder bemerkenswert ist der barocke Doppelaltar von Thomas Schwanthaler (1634-1707) in der Pfarrkirche, der gleichsam als Übersetzung des Pacher-Altares in die Stilsprache des Barock zu sehen ist. Bei einem Besuch von St. Wolfgang sollte jedenfalls auch eine Einkehr im berühmten „Weißen Rössl“ auf dem Programm stehen.

Da der Radweg bald nach St. Wolfgang sein Ende findet, ziehen wir es vor, uns von der Fähre an das andere Ufer bringen zu lassen. Dazu gehen wir bei der Schiffstation in St. Wolfgang an Bord und lassen uns mit der Fähre ans gegenüberliegende Seeufer bringen. Nach dieser kurzen Pause radeln wir über Staudach, Forchen und Gschwand entlang des Wanderweges und vorbei an den Campingplätzen bis wir wieder auf den Salzkammergut-Radweg stoßen, auf welchem wir zurück nach St. Gilgen gelangen.

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